Die Geschichte
L´heran Reanyr's

 

Mein Name ist L´heran Reanyr.
Ich bin ein Dunkelelf, kein Drow, sondern ein Ausgestoßener meiner Rasse. Geboren wurde ich als Waldelf, doch mein Volk wand sich ab von mir, verbannte mich für ewig aus meiner Heimat; so wurde ich zum Dunkelelf.

Warum? Das ist "leicht" erklärt:
Ich wand mich schon in jungen Jahren der Magie zu, was mir das Leben schon damals nicht gerade leicht machte, denn die Elfen meiner Welt sehen die Magie als etwas gefährliches an... und wenn man sich Ihr schon zuwandte, dann war es ein regelrechter Frevel, sich nicht Solinari, dem Gott der weißen, guten Magie anzuschließen. Und genau DAS tat ich aber! Ich suchte meine Kraft im roten Mond von Lunitari, der Göttin der neutralen Magie. Als das bekannt wurde gab es einen Heidenaufstand in meinem Dorf, und sie waren schon kurz davor, mich fortzuschicken. Aber ich entsagte offiziell jeder Art von Magie, und begann meine junges Leben als Einzelgänger. In Wirklichkeit aber betete ich noch in jener Nacht zu Lunitari, dass sie mir Kraft gebe, Kraft und Vertrauen zu Ihr zu halten, meine Magie zu schulen. Und sie "antwortete" mir: Ich hob meinen Kopf, um den roten Mond zu sehen. Es schien, als würde sich ein kleines Licht von Ihm lösen, und zur Erde herniederfliegen. So war es auch tatsächlich: Ein Rubin lag plötzlich direkt vor meinen Füßen, leuchtend, mich auffordernd, Ihn aufzuheben. Ich tat es, und spürte die Macht, und die Gewogenheit Lunitaris in Ihm. So wusste ich, dass meine Entscheidung richtig war. Ich brachte um den Rubin eine platinfarbene Fassung an, um Ihn für ewig an einer Kette um meinen Hals zu tragen.
So vergingen die Jahre, die Jahrzehnte, und niemand bemerkte meine Studien, meine Fortschritte, denn Lunitari verbarg den anderen Elfen meinen Weg, schützte mich, um in Ruhe zu lernen.

Eines Abends allerdings, als ich gerade von der Stelle im Wald kam, wo ich im Stillen einige Zauber versuchte, sah ich, wie mein Dorf von Ogern angegriffen wurde. Sie plünderten, zündeten Häuser an, und mordeten wahllos. Ohne zu zögern und nachzudenken setzte ich all meine Zauber und Fähigkeiten ein, um mein Dorf zu retten. Lunitari gab mir durch den Rubin ein Teil Ihrer Kraft, so dass ich mächtiger war, als ich es zu diesem Zeitpunkt hätte sein können, und so gelang es mir, einige Oger zu töten, und die restlichen in die Flucht zu schlagen.
Ruhe kehrte in meinem Dorf allerdings nicht ein. Die Elfen sahen mich so feindselig an, als wenn ich einer der gerade geflüchteten Oger wäre. Sie hätten wohl lieber den Tod gefunden, als von einem Ihres Blutes durch die Hilfe von Magie gerettet zu werden. Magie, die Ihrer Ansicht nach nur einen Schritt von der schwarzen entfernt war...
So kam es also, dass sie mich fortjagten, verbannten auf ewig aus meiner Heimat.
SO wurde ich ein Dunkelelf.

Ich zog in die Lande Pallanthas, meine Heimat immer schmerzlich in meinem Herzen tragend, doch noch immer der Magie zugewandt. Ich setzte dort meine Studien nun in aller Öffentlichkeit fort, um nach weiteren Jahrzehnten im Wald von Wayreth vor der Versammlung der Magier meine Prüfung zum Erzmagier abzulegen. Ich wurde ein Mitglied des roten Ordens, nur genannt als "L´heran", was in meiner Sprache soviel wie "Der Begünstigte" bedeutet. Sie meinten es nicht abwertend, im Gegenteil, sie verneigten sich vor mir, wo ich sie auch traf, denn die Magier aller Roben wussten, was es bedeutet, in der besonderen Gunst seines Gottes, oder vielmehr seiner Göttin zu stehen.

So verging ein weiterer kleiner Teil meines Lebens in aller Ruhe und Stille, sogar Lehrlinge fanden sich bei mir ein, um sich von mir in der Kunst der Magie schulen zu lassen.

Bis eines Tages.... bis Lunitari meine Hilfe benötigte! Vielmehr mich bat, Ihrem Bruder, Nuitari, dem Gott der schwarzen Magie zu helfen...


Ich sagte zu...

to be continued...

 

© by Red Dragonlord

Das Buch zurück ins Regal stellen